Kommunalwahl
  •   Donnerstag, 2011-03-10

Arbeitsplätze, Umweltschutz und Innovation für die Region: SPD-Landeschef aus Schleswig-Hollstein besucht die Firma Essex

Der Landesvorsitzende und Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag von Schleswig-Holstein, Dr. Ralf Stegner, besuchte mit einer Gruppe von Kommunalpolitikern aus Landkreis und Stadt die Firma Essex in Bad Arolsen. Der Besuch geht auf eine Initiative des ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden Klaus Stippschild zurück.

In ihrer Begrüßung dankte Stadtverbandsvorsitzende Hannelore Eckhardt dem Europa-Chef von Essex, Willy Schaumburg, sowie dem Werksleiter Wilfried von der Heide für deren Bereitschaft, sich persönlich Zeit für die Werkführung und das Informationsgespräch zu nehmen. Die Kreistagsabgeordnete wies darauf hin, dass es in der Vergangenheit bei jedem Wechsel des Firmennamens immer wieder Ängste um die Zukunft des Standortes gegeben habe. Es sei besonders Willy Schaumburg zu verdanken, dass das Werk in Bad Arolsen heute in dieser Größe Bestand hat.

Dr. Ralf Stegner freute sich über die Verbindungen zwischen Bad Arolsen und seiner norddeutschen Heimat. So ist Essex Großkunde bei der Firma Affinerie, einem Kupferhersteller aus dem Wahlkreis des SPD-Landesvorsitzenden und Werksleiter Wilfried von der Heide lebte mehrere Jahre in der Nähe Stegners Wohnort und hat dort auch seine Frau kennengelernt .
„Wir könnten jetzt zusammen Platt reden,“ scherzte der Landesvorsitzende.

In Bad Arolsen arbeiten heute fast 260 Menschen bei dem Unternehmen und es sollen mehr werden.  Darüber hinaus stehen momentan 14 junge Menschen in der Berufsausbildung.

Die Gewinnung neuer Arbeitskräfte aus der Region bewertete Willy Schaumburg als sehr positiv. Das Engagement der Mitarbeiter und die erzielte Arbeitseffizienz macht das Werk in Bad Arolsen zu einem der besten Unternehmensstandorte;  ein Zustand der geeignet ist langfristig Arbeitsplätze zu sichern.

Die Gäste erfuhren, dass die Firma Essex Marktführer  für Wickeldrähte ist  mit einem Marktanteil von 30% in Europa und weltweit von 15%.

Die Produkte von Essex gehen in der Hauptsache in den Autobau, in elektrische Großanlagen und Hausgeräte und immer mehr auch in den Bau von Windkraftanlagen.

Interessiert erfuhren die Besucher, dass Essex damit begonnen hat, die komplexen Maschinen teilweise selbst zu entwickeln und zu bauen. Das bedeutet auch Aufträge für Zulieferer in der Region.

Mit einer geplanten neuen Kupferschmelze stellen sich für das Unternehmen auch Fragen nach dem Umweltschutz.

Wilfried von der Heide erläuterte die sehr umfangreichen  Umweltschutzmaßnahmen und führte aus, dass es sich in Bad Arolsen um eine Kathodenschmelzanlage  mit ca. 2 Tonnen Tagesproduktion handelt.  

Er konnte auch Gerüchte dementieren, dass Anlagen in Form groß dimensionierter Schmelzkessel oder Hochöfen entstehen würden.

Dr. Ralf Stegner hatte mehrere Fragen zu den weltweiten Beziehungen, gerade auch zur Konkurrenzsituation mit China.

Der Konzern betreibt in dem asiatischen Land ebenfalls zwei Werke, doch die Produktivität ist nicht vergleichbar hoch mit Bad Arolsen und auch die Maschinenqualität  ist in Deutschland höher. Obgleich China immer mehr auf den Weltmarkt drängt, werden die wirklichen Spezialprodukte noch immer in Europa hergestellt.

Auf Nachfrage von Reinhard Kahl (MdL) und Hannelore Eckhardt erläuterte Werksleiter Wilfried von der Heide die Notwendigkeit guter Verkehrsanbindung für das Unternehmen. Essex muss, wie heute allgemein üblich, „just in time“ liefern. Das heißt dass für Lieferungen oft nur ein kurzes Zeitfenster von einer halben bis einer Stunde bleibt. Deshalb ist eine gute Straßenanbindung sehr wichtig und auch die Bahn keine Alternative. Aus diesem Grund wird auch der Ausbau des Flughafens Calden kritisch gesehen und als weitgehend überflüssig erachtet. Für die Unternehmen in der Region wäre ein Einsatz des Geldes für den Bau von Umgehungsstraßen ungleich wichtiger.

Dr. Ralf Stegner zeigte sich am Schluss des Besuchs insgesamt beeindruckt vom Essex-Standort Bad Arolsen und bezeichnete das Unternehmen als Garant für Innovation, Umweltschutz und Einsatz für Arbeitsplätze in der Region.



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