• Dienstag, 2011-02-08
SPD bei „Enkeltochter der Stadt“ zu Gast
Mitglieder des SPD-Stadtverbandes Bad Arolsen besuchten gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Ullrich Meßmer den Bioenergiepark auf dem Hagen in Mengeringhausen.
SPD-Stadtverbandsvorsitzende Hannelore Eckhardt machte zu Beginn des Besuchs noch einmal deutlich, welche großen Probleme die Schließung der Kaserne im Zuge der Strukturveränderung der Bundeswehr für die Stadt mit sich gebracht hatte. Nach der Schließung der belgischen Kaserne war dies der zweite große Aderlass für die Stadt. „Auch wenn wir damals gemeinsam mit allen Mitteln versucht haben die Schließung abzuwenden, so kam der Beschluss „Struck sei Dank“ zu einem Zeitpunkt, der eine sinnvolle Konversion mit Unterstützung des Bundes erlaubt habe,“ erklärte Hannelore Eckhardt.
„Diese Konversion des ehemaligen Kasernengeländes auf dem Hagen ist für die Stadt Bad Arolsen jetzt abgeschlossen. Die Umwandlung der Flächen zur zivilen Nutzung als Gewerbe – und Industriegebiet ist gelungen. Dabei ist die Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien ein wichtiger Aspekt beim Aufbau des Bioenergieparks gewesen,“ fasste Bürgermeister Jürgen van der Horst die Entwicklung der letzten Jahre zusammen.
Jürgen van der Horst stellte klar, dass er nicht nur als Bürgermeister zu seinen Gästen sprechen sondern auch als Aufsichtsratsvorsitzender der Bioenergiepark Nordwaldeck GmbH, einer 100%igen Tochter der Bad Arolser Kommunalbetriebe, die somit eine „Enkeltochter“ der Stadt sei.
Als eine Auflage der Konversion sei im Vertrag gewesen, dass die ca. 40 Kasernengebäude auf Kosten der Stadt abgetragen werden mussten, und diese etwa die Hälfte der Abrisskosten vom Land erstattet bekam. Die Gesamtfläche des ehemaligen Kasernengeländes sind etwa 30 Hektar und gliedern sich in ca. 10 Hektar Gewerbegebiet, dessen Grund nach und nach an Betriebe verkauft werde, und ca. 20 Hektar Industriegebiet, deren Flächen nur über Erbpacht erworben werden können. Das ganze Gelände ist weiterhin umzäunt und bewacht. Hinzu kommt noch im Außenbereich das ehemalige Truppenübungsgelände der Kaserne, das jetzt nach Baurecht von dem Solarpark und noch teilweise zu Test-und Übungsfahrten von militärischem Gerät genutzt wird.
Petra Gerhold, Mitarbeiterin im Bau - und Liegenschaftsamt der Stadt und Geschäftsführerin des Bioenergieparks erklärte an Hand des Lageplans die einzelnen Entwicklungsschritte und betonte, mit dem Holzheizkraftwerk und dem Holzpelletswerk seien wichtige Bausteine für das Konzept des Bioenergieparks gefunden worden. Der Produktionsbetrieb von Holzpellets erwerbe ebenfalls das ehemalige Heizungsleitungsnetz, nutze die überschüssige Wärme des Holzkraftwerks zur Trocknung im eigenen Produktionsbereich, darüber hinaus würde die Wärmeversorgung anderer Betriebe auf dem Hagen und Umgebung übernommen. Mit diesem Konzept wird das Holzkraftwerk effektiv arbeiten, da etwa 1/3 der überschüssigen Produktionswärme bislang ungenutzt bleibt, dann aber verkauft und noch genutzt werden kann. Inzwischen sind schon über 12 Betriebe auf dem Hagen angesiedelt und weitere zeigen Interesse. Dies ist positiv für die Stadt Bad Arolsen und es entstehen weiterhin neue Arbeitsplätze.
Anschließend übernahm der Betriebsleiter Herr Cordes die Führung durch das Holzkraftwerk und erklärte die einzelnen Arbeitsbereiche vom Lagerbunker, in dem nur Schredderholz aus Waldeinschlag angeliefert wird, über Trocknungs- und Brennofen zu den leistungsstarken Turbinen und dem Dampfauslass.





